Erster Blogbeitrag

Hier sollen ab Januar 2019 einige Inhalte angeboten werden, die immer wieder mal einen gewissen Kontrast bilden zu Vertrautem und zu bekanntem Mainstream – zur »opinio communis«, zur »herrschenden Meinung«.

Zwar hat es immer schon Mehrheitsmeinungen und Minderheitsvoten gegeben und dies darf ja wirklich auch als ziemlich normal angesehen werden. In einem demokratischen Kontext dürfte es jedoch nicht dazu kommen, dass eine herrschende Meinung sich in despotischer oder totalitärer Weise auswächst und sich so etabliert, das Andersdenkende sich nicht nur einmal überlegen, ob sie sich überhaupt äußern sollen. Genau ein solches FSK-Klima, eine »Freiwillige Selbstkontrolle« ist aber in Deutschland in den letzten Jahren entstanden.

Es gibt so etwas wie einen Meinungskorridor, der hierzulande in den letzten Jahren signifikant enger geworden ist und an einigen Abschnitten auch besonders streng bewacht wird. Er wird u.a. gesichert durch Denkverbots-Stacheldraht, Vokabel-Selbstschussanlagen und ideologisch vermintes Gelände – hinzu kommt eine große Zahl an freiwilligen Grenzposten, die auch gerne von der medialen Schusswaffe Gebrauch machen, um in ihrem Kampf für das Gute die vermeintlichen »Grenzverletzer« zu neutralisieren.

Dieser enger gewordene Meinungskorridor wird hier gelegentlich verlassen … im Bewusstsein des damit verbundenen Risikos, angesichts des Waffenarsenals der selbst ernannten Grenztruppen; denn die sind nicht nur gut gerüstet mit der herrschenden Meinung als Kombizange oder gar Allzweckwaffe gegen etwas in ihren Augen unzulässig Abweichendes. Die Angehörigen dieser Grenztruppen haben sich über ihre Kombizange hinaus auch selbst entsprechend mental konditioniert, vor allem zu dem seligen Wissen: »Wir sind die Guten.« Daraus resultiert dann nicht nur ihr Recht, sondern geradezu ihre Pflicht, die Bösen zu bekämpfen und in anangkastischer Weise gefährliche Meinungen zu detektieren, um sie anschließend möglichst nachhaltig auszuschalten.